Möbel nach Umzug kaum zu gebrauchen

von Thomas Beigang

Uckermark. Das werden aufregende Weihnachtstage für die 27-Jährige und ihre drei Kinder, so viel steht schon fest. Denn für den 28. Dezember hat die Familie den Umzug geplant in eine benachbarte Kleinstadt. Dort klappt es endlich mit der größeren Wohnung, darauf haben die Vier in ihrer Heimatstadt zu lange warten müssen.

Aber, aber. Gerade im Zimmer der siebenjährigen Zwillinge ist nicht mehr alles von der Qualität, das einen Umzug mit Demontage und Wiederaufbau verkraften könnte. Und die Matratzen der „großen“ Mädchen haben die guten Zeiten auch längst hinter sich gelassen. Doch an Geld fehlt es der Alleinerziehenden, die von Hartz IV, Kindergeld und Unterhalt lebt, da sind keine großen Sprünge möglich. Außerdem, und mit der Ausgabe hat die junge Mutter nie gerechnet, müssen nun auch neue Schulbücher für die zwei Schülerinnen der ersten Klasse gekauft werden. Denn die Bücher, mit denen sie bisher Lesen und Rechnen gelernt haben, sind für die neue Schule in der anderen Stadt nicht mehr zu gebrauchen. Dort wird mit anderer Lektüre gelehrt. Da ist guter Rat teuer.

Das Leserhilfswerk unterstützt die Familie nun – damit das Weihnachtsfest gelassener gefeiert werden und der Umzug ohne Angst über die Bühne gehen kann. Geld für einige neue Möbel im Kinderzimmer und die neuen Schulbücher sind jetzt drin. Die Freude ist riesengroß. Und, so viel darf verraten werden, da flossen auch jede Menge Tränen. Freudentränen natürlich.