Geschenkte Waschmaschine versagt Dienst

von Rita Hidde

Demmin. So wirklich sicher war sich Sarah K. am Beginn ihrer Ausbildung nicht, ob der Beruf der Kinderpflegerin das Richtige für sie ist. Jetzt, vier Jahre später, weiß sie: Mit Kindern zu arbeiten, das ist genau ihr Ding. Mittlerweile hat die 22-Jährige mit ihrer Ausbildung auch die mittlere Reife erlangt und qualifiziert sich weiter, um später als Erzieherin tätig zu sein. Dass sie jeden Morgen zunächst eine Stunde mit dem Bus fahren muss zur Ausbildungsstätte und zur Berufsschule noch weiter, stört sie nicht. „Sie hat eine wunderbare Beurteilung und beste Noten“, lobt ihre Betreuerin. Der Weg dahin ist für Sarah K. jedoch nicht einfach.

In der Schule fiel ihr das Lernen schwer, auch wegen der schwierigen Verhältnisse in ihrem Elternhaus. Immer wieder gab es Spannungen mit ihrer psychisch sehr belasteten Mutter. Vor zwei Jahren endlich entschloss sich Sarah, in eine eigene kleine Zwei-Zimmer-Wohnung zu ziehen. Kein leichter Schritt für sie, zumal sie nicht mal Möbel hatte. Auf Hilfe von ihrer Mutter konnte sie nicht hoffen, sie lebt von Arbeitslosengeld II und hat noch für weitere Kinder zu sorgen. Ein Zuschuss vom Jobcenter half ihr beim Start. „Die meisten Einrichtungsgegenstände habe ich in der Möbelbörse gefunden“, erzählt sie. Eine Waschmaschine gab es dort jedoch nicht, Bekannte überließen ihr eine gebrauchte. Die ist aber mittlerweile kaputt. Für eine neue reicht das monatliche Budget, das aus BaföG und aufstockender Zahlung vom Arbeitsamt besteht, nicht aus. „Ich versuche zu sparen, wo ich kann“, sagt die zierliche junge Frau. Sachen kaufe sie sich zum Beispiel sehr günstig bei einer Onlinebörse.