Leserhilfswerk

Das Leserhilfswerk unterstützt Menschen in der Region, die durch schwere Schicksalsschläge unverschuldet in Not geraten sind. Dank der Spenden von Lesern und Unternehmen ist es seit 1992 möglich, auf diese Weise zu helfen. Bislang konnten dadurch mehr als 3100 Familien und Mitbürger eine Spende erhalten – getreu dem Motto „von Nachbar zu Nachbar“.

Unsere Leser spenden mehr als 108 500 Euro fürs Hilfswerk

Neubrandenburg. Silke und Michael E. können es immer noch nicht fassen. Ein neues Bett mit passenden Matratzen. Jeden Morgen waren sie mit Rückenschmerzen aufgestanden. Michael E. macht sich dennoch täglich auf den Weg zur Arbeit, obwohl der 40-Jährige nach zwei Bandscheibenvorfällen nicht mehr voll arbeitsfähig ist. Ehefrau Silke wird nach vielen gesundheitlichen Problemen nun in einer Behindertenwerkstatt betreut. Das Einkommen der Familie, zu der auch zwei Kinder gehören, ist so knapp, dass sie ohne die Unterstützung der Tafel nicht über die Runden kommen. Ein neues Bett konnten sie sich trotz aller Sparsamkeit nicht leisten. Leserspenden machten es nun möglich.

Strahlende Augen auch bei Simone G. Endlich wieder eine funktionierende Waschmaschine. Überaus dankbar und gerührt nahm die alleinerziehende Mutter von zwei Kindern die Spende entgegen. Ihre alte Waschmaschine hatte sie gebraucht gekauft und schon nach einem Jahr kaum noch nutzen können. Die Wäsche mit der Hand zu waschen, ist für die 30-Jährige aufgrund ihres starken Rheumas nicht möglich. Wegen ihrer fortschreitenden Erkrankung musste sie auch ihren Beruf aufgeben, lebt jetzt von Arbeitslosengeld II und dem Zuverdienst von einem Mini-Job. Das reichte nicht, um die Waschmaschine zu ersetzen.

Menschen zeigten sich berührt von den Schicksalen

Überaus dankbar für die unverhoffte Hilfe war auch die 75-jährige Rentnerin Heidrun B., die nach jahrelanger Arbeit eine so schwere psychische Erkrankung erlitt, dass sie nun in einem Pflegeheim lebt. Von ihrer Rente bleibt ihr nach Abzug der Heimkosten so wenig Geld, dass sie sich kaum mal einen Kaffee leisten kann. Anspruch auf Sozialleistungen hat sie nicht. So war sie nicht in der Lage, sich den dringend benötigten Wintermantel und ein Paar warme Schuhe zu kaufen.

Über diese und weitere Schicksale hat unsere Zeitung in den vergangenen Wochen berichtet. Viele Menschen zeigten sich davon berührt, sie boten ihre Hilfe an und überwiesen eine Spende auf das Konto des Leserhilfswerkes. So gingen dort bislang mehr als 108 500 Euro ein. Dadurch war es möglich, den genannten und vielen anderen unverschuldet in Not geratenen Mitmenschen in unserer Region zu helfen.